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Kölner Karneval

Kurt Lauterbach

Kurt Lauterbach war im Kölner Karneval als „Schnell(ver)sprecher“ in den 1960er und 1970er Jahren auf jeder Karnevalssitzung ein Höhepunkt. Obwohl er aus Solingen stammte, hatte er sein Kölner Publikum stets fest im Griff. Besondere Bekanntheit erlangte Lauterbach durch seine Auftritte in zahlreichen Fernsehsitzungen des WDR, wurde aber auch durch seine Auftritte in der damals sehr populären Fernsehsendung „Zum Blauen Bock“ mit Heinz Schenk und Lia Wöhr populär. Sein überregionaler Bekanntheitsgrad lässt sich darüber hinaus daran ablesen, dass er 1979 als Gaststar in das Showquiz Dalli Dalli von Hans Rosenthal eingeladen wurde – damals eine Sendung, die fast jeder schaute. Schließlich gab es damals nur drei Programme! Lauterbach traf den Geschmack der Zeit: Er war über Jahre einer der Top-Redner im Karneval.

Das Markenzeichen von Lauterbach waren die absichtlich eingestreuten Versprecher. 1971 war Kurt Lauterbach in Deutschland der erste Komiker, der mit „Kurt Lauterbachs gesammeltes Stammeln“ (Odeon) eine Langspielplatte mehr als 100.000 Mal verkaufte. Dies wurde mit einer Goldenen Schallplatte prämiert. Einer seiner bekanntesten doppelbödigen humoristischen Versprecher, der damals in den allgemeinen Wortschatz übergegangen ist, lautete: „Wer anderen in der Nase bohrt, ist selbst ein Schwein…“.

Kurt Lauterbach wohnte viele Jahre in Solingen und betrieb dort mit seiner Frau im Stadtteil Merscheid ein Feinkostgeschäft. 1994 wollte er sein Bühnenengagement beenden, starb jedoch bereits am 5. Mai 1993 an den Folgen eines Herzinfarkts. Bis heute ist er von seinem Publikum unvergessen. Wer seinen Namen unter etwas älteren Kölnern erwähnt, erntet stets leuchtende Augen.

Hier eine Kostprobe seines Könnens, ein Auftritt von Kurt Lauterbach auf der Kölner Prinzenproklamation im Jahre 1964:

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